
Wieder im GesprÀch. Der Austritts Bayerns aus Deutschland. Was ist da dran? Wie ist das möglich?
Bayerischer Separatismus beziehungsweise die Eigenstaatlichkeit Bayerns ist ein viel umschriebenes Thema. In Zeiten der Ăbergriffigkeit der deutschen Bundesregierung gegenĂŒber dem BĂŒrger und das Hinwegsetzen ĂŒber das Grundgesetz, lĂ€sst den bayerischen Patriotismus und UnabhĂ€ngigkeitsgedanken aufleben. Besonders die Regulierungsfreundlichkeit und die geplanten Ăberwachungen stoĂen vielen – nicht nur Bayern – gewaltig auf.
Wie ist das denn nun mit dem bayerischen Separatismus?
Personen mit bayerischer Herkunft besitzen automatisch zwei StaatsbĂŒrgerschaften â Bayern als eigenstĂ€ndiger Freistaat ist tief in unserer Verfassung verankert. Das Grundgesetz wurde 1949 im bayerischen Landtag in namentlicher Abstimmung abgelehnt â gemÀà dieser Haltung wĂ€re es prinzipiell nicht bindend fĂŒr Bayern.
Die bayerische Verfassung hingegen wurde durch das Volk bestĂ€tigt: Am 1. Dezember 1946 stimmten 70,6 % bei einer Wahlbeteiligung von 75,7 dafĂŒr. Sie trat am 8. Dezember in Kraft.
Es gibt keine Klausel, die den Austritt Bayerns verbietet
„Ich wiederhole: In der Bayerischen Verfassung findet sich keine Klausel, die den Staat Bayern auf ewig und ĂŒberhaupt an die Bundesrepublik kettet. Und im Grundgesetz, welches seit 1949 vom Bayerischen Parlament abgelehnt wurde und deshalb fĂŒr Bayern juristisch nicht gilt, fehlt eine Klausel, die das Vorgehen eines Ausscheidens beschreibt â womit letztlich feststeht, dass dieses durch einen einfachen, demokratischen Mehrheitsentscheid der BĂŒrger jederzeit möglich sein muss, soweit dieses nicht mit einem Angriff auf den Bund einhergeht. Und das tut es nicht, wenn die Bayern schlicht nur ihre Verfassung ernstnehmen und die auch danach bestehende Bundesrepublik verlassen.“
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/auf-ihr-bayern-schaut-auf-eure-verfassung/
Ein anschaulicher Beitrag bei Tichys Einblick beschreibt das treffend â verfasst von jemandem âaus dem Nordenâ, doch treffend und klar.
Potenzial fĂŒr Zuzug und wirtschaftliche StĂ€rkung
Ein unabhĂ€ngiges Bayern könnte sogar neue LeistungstrĂ€ger anziehen â Menschen, die dem Freistaat wirtschaftlich weiterhelfen. Damit wĂŒrde Bayern Kapital binden und seine LeistungsfĂ€higkeit langfristig sichern..
Ist ein Austritt rechtlich möglich?
Weder in der EU, noch in der bayerischen Verfassung, noch im Grundgesetz der BRD ist ein Austritt Bayerns aus Deutschland mit einem „Nicht möglich“ belegt. Es wĂ€re jederzeit fĂŒr jeden Freistaat möglich, entsprechend sich der Separation hinzugeben.
Nachdem die AfD uns in Bayern verraten hat (Das neue Wahlgesetz, dass Direktmandate ausschlieĂt, war der Grundgedanke der AfD
) wird sich das fĂŒr die AfD in Bayern bitterlich rĂ€chen.
Ich persönlich habe ja schon angedeutet, dass die AfD fĂŒr mich in Bayern nicht in Frage kommt. Im Bund, obwohl dieser Fauxpas passiert ist, sehr wohl.
Das spielt auch dann keine Rolle mehr, wer Deutschland regiert, wenn Bayern ein eigenstĂ€ndig handelndes Land ist. Mit einer AfD Macht im Bund, wird sich hier auch eine Regelung finden lassen, die ein StaatenbĂŒndnis auf Nichtregierungsebene möglich macht.
Ein gemeinsames StaatenbĂŒndnis â wie in der EWG?
Vorstellbar wĂ€re ein Zusammenschluss Bayerns mit anderen souverĂ€nen Regionen wie Ăsterreich, der Schweiz, Sachsen oder ThĂŒringen.
Ein Europa, das auf die SouverĂ€nitĂ€t der einzelnen Regionen RĂŒcksicht nimmt, wĂ€re erstrebenswert â fĂŒr Frieden, Freiheit und Vielfalt. DarĂŒber hinaus wĂ€re eine vertiefte Betrachtung der Trennungsoptionen â in rechtlicher, sozialpolitischer, wirtschaftlicher und finanztechnischer Hinsicht â sinnvoll.
Siehe hierzu auch unseren Artikel zur Bayerischen Verfassung.
Hier eine entsprechende Abfassung, wie der Austritts Bayerns hinsichtlich Daten & Fakten, rechtlichem, sozialpolitischen, wirtschaftlichen und finanztechnischen Aspekten möglich ist.
Update: Im Moment findet auf unserer Facebook Seite eine Abstimmung ĂŒber die Themen zur Landtagswahl 2023 statt.
Dort ist auch das mit der bayerischen Eigenstaatlichkeit eine Option.
